Die Nummer ist das Statussymbol

Ein Kontrollschild erfüllt eigentlich einen banalen Zweck: Es identifiziert ein Fahrzeug. Doch tiefe, symmetrische oder besonders einprägsame Nummern sind knapp. Und Knappheit plus Sichtbarkeit ist ein ziemlich zuverlässiges Rezept für Status.

Im Kanton Zürich werden tiefe und besondere Nummern regelmässig online versteigert. Die Nachfrage bestimmt den Preis.

299’000 Franken für ZH 24

Im Juli 2024 endete die Auktion von «ZH 24» bei 299’000 Franken. Laut Kanton Zürich war das damals sowohl die tiefste je versteigerte Zürcher Nummer als auch der höchste Erlös einer Zürcher Kontrollschild-Auktion. Die Einnahmen flossen vollständig in die allgemeine Staatskasse.

Zum Vergleich: Schon «ZH 888» hatte 2022 194’000 Franken erzielt. Die Zahlen zeigen, dass hier längst nicht nur praktische Bedürfnisse eine Rolle spielen.

CHF 299’000. Für eine Nummer, die am Ende im Stau steht wie jede andere.

Warum tief so begehrt ist

Eine tiefe Nummer wirkt alt, selten und exklusiv. Sie fällt auf, ist leicht zu merken und kann – ähnlich wie eine besondere Telefonnummer – als sichtbares Prestigeobjekt funktionieren. Manche Käufer verbinden eine Zahl zudem mit einem Geburtstag, einer Firma oder einem persönlichen Glückssymbol.

Kurz gesagt

«ZH 24» wurde im Juli 2024 für CHF 299’000 versteigert – Zürcher Rekord.

Der Staat hat eine perfekte Auktion

Für Kantone ist die Versteigerung attraktiv: Ein Verwaltungsobjekt, das ohnehin vergeben werden muss, erzeugt plötzlich erhebliche Einnahmen. Die Herstellung des Schilds wird dadurch nicht teurer. Bezahlt wird für die Seltenheit der Nummer.

Ökonomisch ist das fast reine Knappheitsrente: Der Staat besitzt eine begrenzte Ressource und lässt den Markt entscheiden, wem sie am meisten wert ist.

Und ja: Am Ende bleibt es ein Nummernschild

Vielleicht ist genau das der Reiz. Niemand braucht «ZH 24». Aber jeder sieht es. Luxus funktioniert häufig so: Der praktische Nutzen ist klein, der symbolische Wert riesig.

Was davon wichtig ist

Dieser Beitrag bildet den recherchierten Stand vom 12. August 2026 ab. Preise, Zuständigkeiten und kantonale oder kommunale Regeln können sich ändern. Wo es auf den Einzelfall ankommt, ist die jeweils zuständige Behörde oder Institution massgebend.